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Eröffnungsrede

RheinSichten - von Künstlerisch bis Kitschig

Die Ausstellung RheinSichten, die am 26. November 2006 eröffnet wurde, dokumentierte wie die Erinnerungslandschaft romantischer Rhein entstand und wie sie sich im Laufe des 19. Jahrhunderts veränderte. Die Besucher der Eröffnungsveranstaltung, bekamen vorab einen Einstieg in die Entstehung der Rheinromantik durch Frau Professor Gertrude Cepl-Kaufmann von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf. Im Zentrum der Ausstellung stand die Erstveröffentlichung der Rheinreise, eines bis dato nur in Manuskriptform vorliegenden Romans von Wilhelm Anton von Zuccalmaglio. Keine leichte Aufgabe, für Thomas Wolff, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs Grevenbroich, der maßgeblich daran beteiligt war, dass das Manuskriipt vom Handschriftlichen ins Lesbare übertragen wurde.

 

Buchtitel Rheinreise

Drei Liebespaare und ein Mord

Der Roman Rheinreise, so verriet Prof. Cepl-Kaufmann, dreht sich um Liebe, Leidenschaft und tragische Mordfälle. Die Handlung ist auf Effekte ausgelegt. Sie spielt im Mittelalter zwischen Bingen und Köln, Schauplatz sind Burgen und Verließe. Schicksalsträchtige Handlungen dieser Art waren von 160 Jahren stark in Mode. Es ist das Ende der Ära Napoleon. Geistesgeschichtlich sind die Intellektuellen auf der Suche nach dem Vaterland. Da sich ihre Ziele faktisch nicht umsetzen lassen, sind sie auf der Suche nach einer fiktiven Identität. Es entstehen die Rheinansichten als Entwurf einer Seelenlandschaft.

 

Die Ausstellungsmacher

Touristenmagnet Rhein

Eine verblüffende Zahl: im Jahre 1866 gab es bereits eine Million Rheinreisende stromauf- und abwärts. Die Ausstellung gab Zeugnis ab, über die enorme Vielfalt der Rhein-Motivik, sowohl im Bereich der öffentlichen Massenmotive, als auch anhand von privaten Fotomotiven. So brachten sicherlich viele der Besucher ihre eigenen Erinnerungen an einen Familienausflug zum Drachenfels mit obligatorischen Foto im Pappflugzeug oder auf dem Fotoesel mit in die Ausstellung. Auch in diesem Hinblick wurde der Besucher nicht enttäuscht, denn die Ausstellung wartete u.a. mit einem original Fotoesel vom Drachfeld auf. Zeitgeschichte und Privatgeschichte vermengen sich in den RheinSichten. Die Ausstellungsmacher v.l.n.r.: Dr. Gabriele Broens, Professor Gertrude Cepl-Kaufmann, Thomas Wolff und Wolfgang Brandt vom Stadtarchiv Grevenbroich und Dr. Hella-Sabrina Lange.

 

Der Roman - Die Rheinreise

Bearbeitet und herausgegeben wurde Die Rheinreise von Prof. Gertrude Cepl-Kaufmann, Wolfgang Brandt, Dr. Gabriele Broens, Dr. Hella-Sabrina Lange, Dieter M.C. Pradel und Thomas Wolff. Der Roman ist im Eigenverlag der Bücherstube Krause erschienen und wurde mit Sponsorenhilfe finanziert. Das Buch ist zum Preis von 20,00 Euro in der Bücherstube Krause sowie im Museum erhältlich.

 

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RheinSichten - Begleitprogramm

  • Eisvergnügen - Winterliches rund um den Rhein
    Zu einem ganz besonderen Erlebnis, mal heiß, mal bitterkalt, im Zeichen von Winter, Eis, Schnee und warmen Getränken, luden die Ausstellungsmacher an diesem Nachmittag ein. Denn nicht nur der sommerliche Rhein bietet zahlreiche Vergnügen, sondern auch im Winter lockt der Fluss auf seine Weise: Ob in Duisburg, Köln oder Bingen - oft wurde in der Vergangenheit bei dichter Eisdecke der Rhein zum Ort von ausgelassener Fröhlichkeit und Kirmesfreude mit Rheinliedern, Tanz und Karussell. Referenten: Dr. Gabriele Broens, Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Dieter M.C. Pradel.
  • Romantisch, patriotisch, käuflich: Der Drachenfels am Rhein
    Der prominenteste Berg des Siebengebirges gilt bis heute als bevorzugtes und populäres Reiseziel am Rhein. Ein Blick in seine jüngere Vergangenheit eröffnet überraschende Perspektiven: Sagen und Legenden ranken sich um seine Geschichte, Maler, Musiker und Dichter ließen sich vielfältig inspirieren. Im 19. Jahrhundert wird der Berg zum Schauplatz frühester Bemühungen um den Natur- und Landschaftsschutz und die patriotische Bewegung suchte und fand hier einen symbolträchtigen Kristallisationspunkt. Wie kaum an einem anderen Ort lassen sich an diesem Landschaftspunkt die vielfältigen Facetten der Rheinromantik und ihrer Auswirkungen bis in unsere Tage nachvollziehen. Moderation: Wolfgang Brandt, Referent: Elmar Scheuren, Leiter des Siebengebirgsmuseums Königswinter.
  • Loreley, Rheingold & Co. - Eine Rhein-Musikalische Entdeckungsreise
    Max Bruch, Alfredo Catalani, Ferdinand Silcher, Robert Schumann und Richard Wagner – der Rhein und seine vielbeschworene Romantik haben in zahlreichen Kompositionen des 19. Jahrhunderts ihre Spuren hinterlassen. Das klagenvolle Seufzen der Rheintöchter in Richard Wagners „Rheingold“ oder die klassisch vertonten Verse Heinrich Heines in der Weise Ferdinand Silchers - musikalisch hat der Rhein bis hin zum weinseligen Lied Vieles zu bieten. Referenten: Dr. Eckhardt van den Hoogen, Thomas Wolff M.A..
  • Caspar Scheuren und die Rheinromantik
    Er ist der vielleicht prominenteste Vertreter der Rheinromantik: Der Maler Caspar Nepomuk Scheuren. Der 1810 in Aachen geborene Maler empfing wesentliche Impulse an der Düsseldorfer Akademie, die er von 1829 bis 1835 besuchte. In seinen frühen Landschaftsbildern stand bereits der Rhein mit seinem beeindruckenden Naturpanorama im Mittelpunkt, bevor Scheuren ab Ende der 1830er Jahre mit seinen gezeichneten (Rhein-)Ansichten, zahlreichen Erinnerungs- und Widmungsblättern ein neues, überaus populäres Genre geschaffen hat. Moderation: Wolfgang Brandt, Referent: Dr. Wolfgang Vomm, Leiter der Städtischen Galerie Villa Zanders Bergisch Gladbach.

 


 
 

Museum der
Niederrheinischen Seele,
Villa Erckens

Am Stadtpark
41515 Grevenbroich
Telefon 02181 - 608-656
Telefax 02181 - 608 677
E-Mail kontakt@museum-villa-erckens.de
Öffnungszeiten
Mittwoch, Donnerstag, Samstag
und Sonntag von 11-17 Uhr
Freitag von 09-13 Uhr.
Führungen nach Vereinbarung
möglich