Navigation überspringen (direkt zum Inhalt der Seite)
 
 

"Niederrheinische Glaubensfragen"

Ausstellung „Niederrheinische Glaubensfragen“ im Verbund der Ausstellung „Himmelwärts“ des Museumsnetzwerks Niederrhein und des Kulturraums Niederrhein e.V. vom 17. September 2015 - 31. Januar 2016.

 

Als "Blauköpp" geschmäht und auf dem Schulhof gehänselt - dies war zuweilen bis in die 1960er Jahre Alltag für evangelische Schülerinnen und Schüler am Niederrhein. Manchmal trennte gar eine Linie den "katholischen" vom "evangelischen" Teil des Schulhofs und separierte so die Konfessionen. "Niederrheinische Glaubens-Fragen" stehen in der Grevenbroicher Ausstellung im Mittelpunkt und greifen damit auch die Frage nach religiöser Toleranz zwischen Konfessionen und Religionen von katholisch, evangelisch bis hin zu jüdisch und muslimisch auf.

 

Bis an die Wende zum 20. Jahrhundert bildeten evangelische Christen eine Minderheit im Grevenbroicher Raum. Unterdrückt durch die Rekatholisierungspolitik der Jülicher Herzöge des 17. Jahrhunderts und nur im kurkölnischen Wevelinghoven durch die Bestimmungen des Westfälischen Friedens als Gemeinde geschützt, lebten evangelische Christen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im heutigen Stadtgebiet in der Diaspora. Erst die Flüchtlingswellen aus den ehemaligen Ostgebieten veränderten das konfessionelle Gefüge nachhaltig.
Muslime aus der Türkei hingegen fanden seit den 1960er Jahren im Zuge der Arbeitskräftepolitik der Bundesregierung eine neue Heimat am Niederrhein. Die Benennung der Straße "An der Moschee" im Jahr 2013 ist knapp dreißig Jahre nach Bau der religiösen Versammlungsstätte ein bedeutender Schritt.

 

Der "Rassenwahn" der Nationalsozialisten vernichtete jüdisches Leben, das über Jahrhunderte gewachsen war. Nur Wenige überlebten die Vernichtungslager und kehrten in ihre alte Heimat zurück. Lediglich zwei ehemalige Synagogen sind erhalten geblieben; viele wurden während des Pogroms der so genannten "Kristallnacht" im November 1938 zerstört. 

 

Über religiöse Traditionen und Wallfahrten, Volksfrömmigkeit, Glauben und Aberglauben, Vorurteile und Ressentiments, über christlich, jüdisch und muslimisch geht es in der Ausstellung des Museums der Niederrheinischen Seele in der Villa Erckens. Hierbei versteht sich die Schau in Ergänzung des Themenraumes „Glaubens-Fragen“ der Dauerausstellung im „Museum der Niederrheinischen Seele“. 

 

Niederrheinische Glaubensfragen

 

Führungen:

  • Mittwoch 7. Oktober 2015 |15 Uhr | Kosten 6 €
  • Sonntag 18. Oktober 2015 |15 Uhr| Kosten 6 €


Vorträge:

  • „Wer bei Hülchrath geht über die Brück´" -
    Hexenverfolgung in Kurköln und Jülich im 16. und 17. Jahrhundert
    Donnerstag, 29. Oktober 2015 | 20 Uhr
    Dr. Thomas Becker (Universität Bonn) 
  • Zwischen Duldung und Verfolgung -
    Konfessionspolitik zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges
    Mittwoch, 25. November 2015 | 20 Uhr
    Thomas Wolff , M.A.

  • „aber.Glauben. Was hilft, wenn sonst nichts hilft“
    Sonntag, 29. November 2015 2015 | 15 Uhr
    Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti
  • Jüdisches Leben in Grevenbroich vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert
    Mittwoch, 9. Dezember 2015 | 20 Uhr
    Ulrich Herlitz

Der Eintritt zu allen Vorträgen inkl. Museumsbesuch beträgt 6 €.


Konzert:

  • Klaus-Dieter Brandt, Cello – Johann Sebastian Bach - Cello-Suiten
    Sonntag, 22. November 2015 | 15 Uhr
    Karten: 12 €


Museumspädagogik:

  • „Hokus, Pokus 1,2,3 - wir basteln uns eine Hexe herbei!“
    Mittwoch, 7. Oktober 2015 | 14:30 Uhr
    Führung und Bastelworkshop
    Für Kinder von 6 - 10 Jahren. Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt.
    Es wird um Anmeldung bis zum 05. Oktober 2015 gebeten.
    Eintritt: 4 ,- €

  • „Kreativität gefragt! Wir basteln uns eine Fledermaus“
    Mittwoch, 14. Oktober 2015 | 14:30 Uhr
    Führung und Bastelworkshop
    Für Kinder von 6 - 10 Jahren. Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt.
    Es wird um Anmeldung bis zum 12. Oktober 2015 gebeten.
    Eintritt: 4 ,- €

Anmeldung unter Tel: 02181/608-656 (Mi, Do, Sa, So 11-17 Uhr, Fr 9-13 Uhr)

 


 
 
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

 

Landschaftsverband Rheinland

 

Museum Niederrhein Netzwerk

 


 
 

Museum der
Niederrheinischen Seele,
Villa Erckens

Am Stadtpark
41515 Grevenbroich
Telefon 02181 - 608-656
Telefax 02181 - 608 677
E-Mail kontakt@museum-villa-erckens.de
Öffnungszeiten
Mittwoch, Donnerstag, Samstag
und Sonntag von 11-17 Uhr
Freitag von 09-13 Uhr.
Führungen nach Vereinbarung
möglich